Schlüsseldienst Köln-Mülheim am Wiener Platz und drumherum
Mülheim war bis 1914 eine eigene Stadt am Rhein, und das sieht man dem Bezirk bis heute an. Rund um den Wiener Platz stehen gründerzeitliche Mietshäuser mit Hauseingängen, deren Schlösser älter sind als die meisten Bewohner. Ein Stück weiter südlich, in Buchforst, folgt mit der Weißen Stadt eine ganz andere Bauwelt. Der Bezirk reicht weit über diesen Kern hinaus: am Fluss entlang nach Stammheim und Flittard, nach Osten über Buchheim und Höhenhaus bis Holweide und Dünnwald. Je weiter vom Wiener Platz entfernt, desto seltener der gründerzeitliche Blockrand und desto häufiger die Siedlungszeile. Wir arbeiten an beiden — zerstörungsfrei zuerst und mit Absprache vorab.
Rechtsrheinisch, im Kölner NordenAlte Substanz bleibt, wo sie bleiben kannBerechtigung wird vor der Öffnung geklärt
Der Bezirk
Eine eigene Stadt, die Köln geworden ist
Der Mülheimer Kern ist gewachsen, nicht geplant: dichte Gründerzeit-Mietshäuser, Ladenlokale im Erdgeschoss, Hinterhäuser und Kellerzugänge. Der Wiener Platz ist bis heute der Punkt, an dem im Bezirk alles zusammenläuft.
Nördlich und östlich davon liegen die großen Wohnsiedlungen: Genossenschaftsbau der Zwischen- und Nachkriegszeit, darunter die Weiße Stadt in Buchforst. Und am Rhein sind auf früheren Industrieflächen neue und umgenutzte Quartiere entstanden.
Für die Arbeit an Türen heißt das vor allem eines: Der Zylinderjahrgang wechselt hier von Haus zu Haus — von der Buntbartmechanik im Hauseingang bis zur Anlage, die viele Einheiten zugleich bedient.
Daraus folgt ein Unterschied, der am Telefon sofort zählt: Über eine einzelne Tür im Mülheimer Altbau entscheidet meist der Eigentümer. In den Siedlungen von Buchforst, Buchheim, Höhenhaus, Holweide und Dünnwald hängt dieselbe Tür dagegen an einer gemeinsamen Ordnung, über die die Verwaltung oder die Genossenschaft bestimmt. Ein Zylindertausch ist dort keine Angelegenheit einer Wohnung, sondern eine des ganzen Hauses.
Die frühere Stadt Mülheim am Rhein kam 1914 zu Köln.
Mittelpunkt
Der Wiener Platz, Knotenpunkt des ganzen Bezirks.
Siedlungsbau
Genossenschaftssiedlungen, darunter die Weiße Stadt in Buchforst.
Am Rhein
Neue und umgenutzte Quartiere auf früheren Industrieflächen.
Dazu gehören
Buchheim, Höhenhaus, Holweide, Dünnwald, Stammheim und Flittard.
Vor Ort
Hauseingang am Wiener Platz, Siedlungseingang in Buchforst
Zwei Türtypen prägen diesen Bezirk, und sie verhalten sich völlig verschieden — im Aufwand, im Material und in der Frage, wer überhaupt einen Schlüssel dafür hat.
Der gründerzeitliche Hauseingang
Schwere, oft zweiflügelige Holztüren mit Langschild und Messingbeschlag, dahinter ein Treppenhaus mit Wohnungstüren aus mehreren Jahrzehnten. Häufig sitzt im Hauseingang noch die alte Mechanik, während die Wohnungstüren längst Profilzylinder tragen. Nicht selten trägt sogar dasselbe Türblatt beides zugleich: ein altes Einsteckschloss für den Bartschlüssel und darüber oder darunter einen später eingesetzten Zylinder. Wer am Telefon sagt, wie viele Schlüssellöcher er in der Tür sieht, hat die halbe Auskunft schon gegeben.
Der Siedlungseingang
In der Weißen Stadt und den übrigen Genossenschaftssiedlungen hängen viele Einheiten an derselben Ordnung: Hauseingang, Keller, Waschküche, Müllplatz. Ein einzelner verlorener Schlüssel ist deshalb selten ein einzelnes Problem. Wie weit sich eine Schließung über die Hauseingänge einer Siedlung erstreckt, weiß in aller Regel nicht die Mietpartei, sondern die Genossenschaft oder die Verwaltung. Am Anfang steht bei einer Siedlungstür deshalb die Frage, ob der Schlüssel nur die Wohnung aufsperrt oder auch Haus, Keller und Waschküche.
Die Wohnungstür dazwischen
Ob eine Tür nur zugefallen oder tatsächlich abgeschlossen ist, entscheidet über den gesamten Aufwand. Steckt allein die schräge Falle im Schließblech, lässt sich die Tür in aller Regel ohne Schaden öffnen. Wurde dagegen mit dem Schlüssel verriegelt, steht der Riegel im Weg und der Aufwand steigt spürbar. Im Mülheimer Altbau kommt oft ein nachträglich angebrachtes Zusatzschloss mit eigenem Schlüssel hinzu. Es sitzt neben dem Hauptschloss und gehört mitgedacht, sonst steht man nach der Öffnung vor einer Tür, die nur zur Hälfte frei ist.
Alt und neu
Buntbartschloss oder Profilzylinder — der Unterschied entscheidet
Kaum ein Begriffspaar sorgt in Altbauquartieren für mehr Missverständnisse. Es lohnt sich, den Unterschied einmal sauber zu kennen.
Die alte Bauart
Das Buntbartschloss
Die klassische Altbaumechanik mit dem schweren Bartschlüssel, in Mülheim vor allem in gepflegten Hauseingängen und an Zimmertüren. Sie ist reparabel und oft erhaltenswert, aber sie bietet wenig Widerstand. Dass sie in vielen Mülheimer Häusern noch sitzt, hat selten mit Nostalgie zu tun: Der Ausschnitt im Türblatt ist für den alten Kasten gearbeitet und nicht für ein modernes Einsteckschloss. Und sie ist empfindlich: Was tun, wenn ein alter Schlüssel im Altbauschloss abgebrochen ist?
Erkennbar am breiten Bart und am großen, offenen Schlüsselloch.
An denkmalgeschützten Türen bleibt die Substanz erhalten; ergänzt wird, statt ausgetauscht.
Der Rest eines abgebrochenen Schlüssels gehört nicht tiefer hineingedrückt.
Der heutige Standard
Der Profilzylinder
Der austauschbare Kern mit dem schmalen Schlüsselloch, gehalten von einer einzigen Stulpschraube an der Türkante. Genau das macht ihn zum Regelfall: Er wird maßgleich ersetzt, ohne dass die Tür leidet. In Altbauwohnungen lohnt dabei die Frage nach der Not- und Gefahrenfunktion: Damit lässt sich von außen auch dann noch schließen, wenn innen jemand den Schlüssel hat stecken lassen. Soll das alte Schloss weichen, heißt der Schritt in aller Regel Buntbartschloss gegen Profilzylinder tauschen.
Die Länge wird von der Stulpschraube aus nach beiden Seiten gemessen.
Bohr- und Ziehschutz sind Sicherheitsmerkmale, keine Selbstverständlichkeit.
Steht er in einer Anlage, entscheidet der Schließplan und nicht die einzelne Tür.
Häufige Anlässe
Die drei Aufträge, die dieser Bezirk erzeugt
Ausgesperrt im Mülheimer Altbau
Die Tür fällt zu, der Schlüssel liegt drinnen, das Treppenhaus ist dunkel. Der erste Versuch gilt immer der schadenfreien Öffnung. Ist ein Zylinder nicht mehr zu überwinden, hören Sie das vor der Bohrmaschine und nicht danach.
Wo Hauseingang, Keller, Waschküche und Wohnung an einer gemeinsamen Ordnung hängen, braucht es einen Schließplan statt eines gewachsenen Schlüsselbunds — mit dokumentierter Übergabe. In den Genossenschaftssiedlungen ist die vorhandene Anlage oft älter als die meisten Mietverhältnisse darin; dann wird zuerst geklärt, was sich überhaupt noch nachbestellen lässt.
Eine gemeinsame Haustür ist so gut wie ihr schwächster Punkt: Schließblech, Beschlag, Bandseite. Nachgerüstet wird nach Aufmaß an der vorhandenen Tür, nicht nach Katalog.
Innerhalb Kölns hat Mülheim genau zwei direkte Nachbarn, beide rechtsrheinisch: rheinaufwärts Köln-Deutz, das als Stadtteil zum Bezirk Innenstadt gehört, und südöstlich der Stadtbezirk Kalk mit seinen Umnutzungsflächen. Mehr behaupten wir hier nicht.
Rechtsrheinisch
Die rechte Rheinseite: Industriegeschichte, große Wohnsiedlungen und Umnutzung am Ufer. Nach Norden und Osten stößt der Bezirk an die Stadtgrenze; innerhalb Kölns bleibt es bei diesen beiden Nachbarn.
In einem Haus mit vielen Parteien schützt die Ausweisprüfung nicht nur Ihre Tür, sondern alle anderen im selben Treppenhaus.
Ohne Schaden zuerst
Gerade an alter Substanz wird zuerst versucht, ohne Schaden zu öffnen. Aufgebohrt wird, wenn nichts anderes mehr trägt.
Dokumentierte Schlüsselübergabe
Bei Anlagen über mehrere Einheiten wird festgehalten, wer welchen Schlüssel bekommen hat. Ohne diese Liste ist eine Anlage nach kurzer Zeit keine mehr.
Kostenlose Beratung
Altes Schloss oder moderne Anlage? Das klären wir am Telefon.
Ob in Ihrer Tür eine alte Buntbartmechanik sitzt oder ein Profilzylinder, der zu einer Anlage gehört, entscheidet über Material, Aufwand und Vorgehen. Beschreiben Sie uns die Tür und den Schlüssel; daraus ergibt sich fast alles Weitere. Hilfreich ist außerdem, ob es um eine Wohnung, einen Hauseingang oder ein Kellerabteil geht — in einer Mülheimer Siedlung sind das drei verschiedene Schließungen.
Breiter Bart oder gezackter Schlüssel — diese eine Angabe hilft am meisten.
Die Beratung kostet Sie nichts und läuft ohne jede Verpflichtung.