Für Hausverwaltungen, Eigentümer und Gewerbe
Schließanlage für Köln planen und montieren
Eine Schließanlage ist kein größerer Schlüssel, sondern eine Festlegung darüber, wer welche Tür öffnen darf. Für ein Gründerzeithaus in Nippes, eine Wohnanlage in Chorweiler und eine Werkstatt auf einer Kalker Umnutzungsfläche sind das drei verschiedene Pläne. Wir nehmen den Bedarf auf, erstellen den Schließplan und übergeben die Schlüssel dokumentiert.
Zylinder werden nach Schließplan konfiguriertAnlässe
Wann aus einzelnen Zylindern eine Anlage wird
Der Auslöser ist selten ein Defekt. Meistens ist es der Moment, in dem niemand mehr sagen kann, wie viele Schlüssel für welche Tür im Umlauf sind.
- Das Mehrfamilienhaus mit gewachsener Schlüssellage
Haustür, Hoftür, Keller, Waschküche, Müllraum, Dachboden: In einem Gründerzeithaus in Nippes oder Ehrenfeld sind daraus über die Jahrzehnte fünf verschiedene Schlüssel geworden, von denen zwei niemand mehr zuordnen kann. Eine Anlage führt sie zurück auf einen.
- Die Verwaltung mehrerer Einheiten
Wer mehrere Objekte betreut, braucht eine geordnete Hierarchie: Der Hausmeister kommt in Keller und Technik, die Verwaltung überall hin, die Mietpartei nur in ihre Wohnung und durch die gemeinsamen Türen. Genau dafür ist der Schließplan da.
- Gewerbezutritt nach Rollen
In einem Büro in Deutz oder einer Halle in Kalk wechseln die Personen, die Rollen bleiben. Eine Anlage wird auf Empfang, Technik, Lager und Leitung geplant — nicht auf Namen, die in zwei Jahren andere sind.
- Der verlorene Schlüssel in einer bestehenden Anlage
Ein einzelner Schlüssel kann eine ganze Anlage entwerten, wenn er einer Adresse zugeordnet werden kann. Was dann zu tun ist, hängt daran, ob Missbrauch überhaupt möglich ist.
Anlagentypen
Vier Bauarten — und was sie voneinander unterscheidet
Welche davon passt, ergibt sich aus der Zahl der Türen und der Zahl der Rollen. Nicht jede Tür braucht eine Anlage: Für eine einzelne Wohnungstür genügt ein einzelner Zylindertausch statt Anlage.
Gleichschließung
Mehrere Zylinder schließen gleich: Ein Schlüssel öffnet Haustür, Wohnungstür und Keller. Der einfachste Fall, typisch für das Einfamilienhaus mit Neben- und Kellereingang in Rodenkirchen oder Porz.
Zentralschließanlage
Ein Schlüssel je Partei, der neben der eigenen Wohnung alles aufschließt, was allen gehört — Haustür, Hoftür, Keller, Müllraum. Die übliche Bauart für das Kölner Mehrfamilienhaus.
General- und Hauptschlüsselanlage
Hierarchisch aufgebaut: Der Generalhauptschlüssel öffnet alles, ein Gruppenschlüssel nur seinen Bereich, der Einzelschlüssel nur seine Tür. Für Verwaltungen, größere Wohnanlagen und Gewerbe mit mehreren Abteilungen.
Mechatronisch oder elektronisch
Statt der Zackung entscheidet eine gespeicherte Berechtigung: Transponder oder Karte, programmierbar, im Verlustfall sperrbar. Sinnvoll dort, wo Personen häufig wechseln. Mechanik bleibt die robustere Wahl, wo sich über Jahre wenig ändert.
Vorgehen
Vom Bedarf zum dokumentierten Schlüssel
Fünf Schritte, und der zweite ist der wichtigste: Steht der Schließplan falsch, ist jeder gefertigte Zylinder falsch.
Bedarfsaufnahme
Wir gehen das Objekt durch und schreiben auf, welche Türen es überhaupt gibt: Haustür, Hoftür, Kellerabgänge, Technikräume, Fahrradkeller, Müllplatz, Dachboden. In Kölner Altbauten kommen dabei regelmäßig Türen zum Vorschein, die in keiner Liste standen.
Schließplan
Der Plan ist eine Matrix: Türen in der einen Richtung, Schlüsselgruppen in der anderen, in jedem Feld ein Ja oder ein Nein. Wir gehen ihn Zeile für Zeile mit Ihnen durch, bevor irgendetwas konfiguriert wird.
Konfiguration
Die Zylinder werden nach diesem Plan gefertigt und geprüft. Jede Länge wird nach beiden Seiten ab Stulpschraube gemessen, damit kein Zylinder übersteht und dadurch selbst zum Angriffspunkt wird.
Montage
Getauscht wird türweise an einem abgestimmten Tag. Im bewohnten Haus heißt das: Die Haustür ist nie länger offen als nötig, und jede Partei hat ihre Schlüssel, bevor der alte Zylinder aus der Tür geht.
Dokumentierte Schlüsselausgabe
Jeder ausgegebene Schlüssel wird mit Nummer und Empfänger festgehalten und quittiert. Diese Liste ist später der einzige Weg, bei einem Verlust zu sagen, welcher Schlüssel fehlt.
Köln ist zwei Städte
Welche Anlage gebraucht wird, entscheidet die Rheinseite
Links des Rheins bestimmt der Wohnungsbestand den Plan, rechts der Gewerbe- und Umnutzungsbestand. Beides ist Schließtechnik — die Pläne sehen völlig verschieden aus.
Linksrheinisch
Wohnanlagen, Höfe und Kellergänge
Die größere Stadthälfte ist Wohnstadt: gründerzeitlicher Blockrand in Nippes und Ehrenfeld, Nachkriegsbestand in der Altstadt, dazu große Wohnsiedlungen im Norden. Der Plan dreht sich hier fast immer um die gemeinsamen Türen.
Haustür, Hoftür, Keller und Müllplatz als gemeinsame Türen einer Zentralschließanlage.
Neue Quartiere auf früheren Industrieflächen, etwa auf dem Clouth-Gelände in Nippes, mit einer Anlage von Anfang an.
Geschosswohnungsbau im Norden — Chorweiler mit seinen großen Wohnanlagen, wo eine einzige Anlage viele Einheiten trägt.
Rechtsrheinisch
Gewerbe, Umnutzung und Messe
Die kleinere Hälfte ist von Industriegeschichte geprägt. Auf den Flächen von KHD und der Chemischen Fabrik Kalk teilen sich heute Betriebe, Büros und Mietparteien dieselbe Zufahrt. Hier wird nach Rollen geplant.
Deutzer Büro- und Messeadressen mit wechselnden Nutzern und abgestuftem Zutritt.
Kalk und die Umnutzungsflächen, wo Gewerbe und Wohnen sich einen Hof teilen.
Porz und das Flughafenumfeld mit Logistik- und Gewerbeflächen im flächengrößten Bezirk der Stadt.
Die Sicherungskarte ist kein Garantieschein
Zu einer Anlage mit kopiergeschütztem Profil gehört eine Sicherungskarte, teils Sicherungsschein genannt. Nur wer sie vorlegt und sich legitimiert, bekommt beim Hersteller einen Nachschlüssel. Sie ist damit das eigentliche Sicherheitsmerkmal der Anlage — und sie gehört nicht in die Schublade neben der Wohnungstür, sondern zur Eigentümerin oder in die Verwaltung.
Ohne Karte gibt es keinen berechtigten Nachschlüssel — auch nicht gegen gutes Zureden.
Ist die Karte weg, ist die Nachbestellung gesperrt und der Hersteller entscheidet über das weitere Vorgehen. Das ist so gewollt.
Wer die Karte verwahrt, entscheidet faktisch über die Anlage. Halten Sie das schriftlich fest, bevor die erste Nachbestellung ansteht.
Wie Plan, Gleichschließung und Karte zusammenhängen, steht im Glossar: Schließplan und Gleichschließung erklärt.
Kostenlose Beratung
Eine Anlage wird im Gespräch geplant
Für den ersten Schritt brauchen wir keine Unterlagen, sondern ein Telefonat: wie viele Einheiten, welche gemeinsamen Türen, welche Rollen, mechanisch oder mechatronisch, und ob es bereits eine Anlage gibt. Diese Beratung ist kostenlos und unverbindlich; der Schließplan entsteht daraus.
Wir gehen den Bedarf am Telefon durch — Tür für Tür, Rolle für Rolle.
Soll gleichzeitig die Haustür gesichert werden, sagen Sie es im selben Gespräch: Einbruchschutz an Tür und Fenster plant man am besten zusammen mit der Anlage.
Wie sich der Umfang einer Anlage zusammensetzt, erklärt die Seite Umfang der Anlage: kostenlos und unverbindlich besprochen.
Kostenlose & unverbindliche telefonische Beratung · Haustechnik Bernhardt UG
Wir melden uns schnellstmöglich.
info@koeln-schloss24.deWie wir eine Anlage übergeben
Einsatzgebiet
Wo in Köln Anlagen geplant werden
Welche Arbeiten wir sonst noch übernehmen, zeigt das übrige Leistungsangebot; die Nummer, unter der Sie uns erreichen, steht auf der Seite unsere Rufnummer für Verwaltungen.
Linksrheinisch
Wohnstadt: Zentralschließanlagen für Mehrfamilienhäuser, vom Gründerzeit-Blockrand bis zur Nachkriegszeile. Geplant unter anderem in:
Rechtsrheinisch
Gewerbe- und Umnutzungsbestand, dazu Genossenschaftssiedlungen wie die Weiße Stadt in Buchforst. Hier zum Beispiel:
Häufige Fragen
Vier Fragen von Verwaltungen und Eigentümern
In unserer Anlage ist ein Schlüssel verloren gegangen. Muss jetzt alles getauscht werden?
Nicht zwangsläufig. Entscheidend ist, ob der Schlüssel einer Adresse zugeordnet werden kann und dadurch eine konkrete Missbrauchsgefahr entsteht. Ist sie ausgeschlossen, kann es beim Tausch einzelner Zylinder bleiben. Über den Austausch entscheidet ohnehin die Eigentümerin oder die Verwaltung, nicht die Mietpartei — melden muss die Mietpartei den Verlust aber sofort. Wer in einem solchen Fall was trägt, steht im Beitrag Anlage und Mietrecht im Wissensbereich.
Wir bauen an. Lässt sich die bestehende Anlage erweitern?
Meistens ja, solange das Schließsystem noch geliefert wird und der Schließplan vorliegt. Erweitert wird auf dem bestehenden Plan: Neue Türen bekommen ihre Position in der Matrix, vorhandene Schlüssel behalten ihre Berechtigungen. Fehlen Plan und Sicherungskarte, wird es schwierig — dann ist zu prüfen, ob eine neue Anlage sinnvoller ist als ein Flickwerk aus Einzelzylindern.
Wie kommen wir an Nachschlüssel?
Über die Sicherungskarte und eine Legitimation, direkt beim Hersteller des Profils. Eine Kopie am Automaten gibt es bei geschützten Profilen nicht, und genau das ist der Sinn der Sache. Rechnen Sie mit einer Lieferzeit: Geschützte Schlüssel werden gefertigt, nicht aus der Schublade genommen. Wer die Karte verwahrt, sollte deshalb vorher feststehen.
Mechanisch oder mechatronisch?
Eine Frage der Fluktuation. Wo dieselben Parteien über Jahre dieselben Türen nutzen — das typische Kölner Mehrfamilienhaus —, ist Mechanik robuster, stromlos und wartungsarm. Wo Personen und Berechtigungen häufig wechseln, etwa an den Büro- und Messeadressen in Deutz, spielt Mechatronik ihren Vorteil aus: Ein verlorener Transponder wird gesperrt statt ausgetauscht. Beides lässt sich mischen; die gemeinsame Haustür bleibt dann oft mechanisch.
- Gleichschließung
- Zentralanlage
- Generalhauptschlüssel
- Schließplan
- Schlüsselausgabe
Erst der Plan
Ein Schließplan beginnt mit einem Telefonat
Sagen Sie uns, wie viele Einheiten es gibt, welche Türen alle nutzen und welche Rollen es geben soll. Daraus bauen wir den Plan auf — für ein Haus in Nippes genauso wie für eine Halle in Kalk. Unterlagen brauchen wir dafür zunächst nicht.
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